.
  Impfstoff gegen Mykoplasmose
 

 

Die häufigste Krankheit unserer Farbratten: Mycoplasmose

In Deutschland gibt es rund 80 000 Rattenhalter, mit nahezu 250 000 Ratten.
Leider sterben die Meisten recht früh, leiden unter Tumoren und Atemwegserkrankungen. Die häufigste dieser Atemwegserkrankungen sind die Mycoplasmen. Zwar muss sie nicht zum Ausbruch kommen, aber meist treten die Symptome im Alter oder bei Stress auf.
Übertragen wird der Erreger von Ratte zu Ratte. Sie ist über die Luft, aber auch durch Sekrete übertragbar. Da die Ratten in Rudel gehalten werden, bzw. gezüchtet werden, stecken sich die Ratten untereinander an. Aber auch der Mensch kann den Errerger auf die Ratte übertragen. Allein der Gang ins Tierheim oder in einen Zoohandel, aber auch bei Treffen unter Rattenfreunden kann der Mensch die Erreger auf seine Ratten übertragen. Meist ist eine Ansteckung von außen aber gar nicht mehr effektiv, da man schätzt, dass rund 80 % aller Ratten diese Bakterien in sich tragen. Bereits bei der Befruchtung überträgt der Bock den Erreger auf das Weibchen, diese steckt spätestens bei der Säugung ihre Jungen an.

Mycoplasmen - was ist das?
Mycoplasmen sind die häufigsten Erreger der Atemwegserkrankungen. Es handelt sich hier um den Keim Mycoplasma pulmonis, ein Bakterium. Meist müssen zu diesem Bakterium noch andere Viren oder Bakterien hinzukommen, damit die Ratte nicht nur Träger der Krankheit bleibt, sondern selbst erkrankt.
Die Stadien der Krankheit sind recht heftig.
Zunächst niesen die Ratten in Abständen, die sich mit der Zeit immer mehr verkürzen. Der Allgemeinzustand verschlechtert sich soweit, dass unüberhörbare Atemgeräusche dazu kommen und kleinere Erstickungsfälle. Im "Endstadium" häufen sich die Erstickungsanfälle, die mehrere Minuten andauern können, sie wollen keine Nahrung mehr aufnehmen und magern ab. Die Lunge ist oft nur noch zu 1/4 funktionsfähig, ist vernarbt und voller Eiter. Letztlich muss die Ratte eingeschläfert werden, wenn der Halter nicht zusehen möchte/kann, wie seine Ratte qualvoll erstickt.
Ein weiteres Anzeichen auf die schwere Erkrankung sind die "roten Tränen". Jeder Rattenhalter, der noch nie den Verlauf der Mykoplasmen erlebt hat, wird erstmal richtig erschrecken. Denn die Tiere sehen furchtbar damit aus. Es scheint, als bluten sie aus Nasen und Augen. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um Blut, sondern um ein rötliches Sekret, dass die Ratten im Stress oder bei einer Krankheit absondern. Somit muss es nicht auf Mycoplasmen hindeuten, es sind aber in jedem Fall Begleiterscheinungen dieser Krankheit.

Behandlung und eigene Maßnahmen
Der Halter selber kann gegen die Krankheit nicht viel unternehmen. Es ist sinnvoll, feuchte Handtücher an einer Seite des Käfigs aufzuhängen, für einen sauberen Käfig zu sorgen (das versteht sich von selbst), nicht in der Wohnung zu rauchen (auch das sollte bei Tieren in der Wohnung selbstverständlich sein!) und Zugluft zu vermeiden.
Ein Ta sollte aufgesucht werden, jedoch möchte ich hier betonen, dass er die Krankheit nicht stoppen oder aufhalten kann. Es kann lediglich zu einer Milderung der Symptome kommen.
Noch ein Kritikpunkt an die Behandlung ist, dass die Bakterien sehr hartnäckig sind, sich in Nischen verstecken und nach der Behandlung wieder (verstärkt) auftreten. Außerdem werden sie recht schnell gegen die Antibiotikas resistent.

Leider sind die meisten Tierarztpraxen noch nicht mal befähigt, den Test, der Mycoplasmen nachweist durchzuführen.
Dieser läuft nämlich sehr aufwendig ab!
Dazu gehört das Abhören der Lunge, ein Röntgenbild muss gemacht werden, Abstriche aus Nase, Rachen und Luftröhre werden gemacht (äußerst kompliziert und aufwendig), um die Bakterien identifizieren zu können, dann muss im Labor das richtige Antibiotikum auf diese Bakterientypen ausfindig gemacht werden und letztlich noch Blut abgenommen werden. Daraus wird noch das Enzym bestimmt und weitere Informationen heraus gelesen.
Alles in allem zu aufwendig, als dass es ein Rattenhalter macht.

Impfung!?
Tatsächlich könnte man gegen diese Krankheit impfen lassen. Die Kosten für die Herstellung des Impfstoffes würden sich auf 50 000 bis 75 000 Euro belaufen, der Impfstoff selber bräuchte 2-3 Jahre, bis er fertig wäre. Da er in so großen Mengen, und sogar über die deutsche Grenze hinaus gebraucht werden würde, würde sich die Herstellung lohnen und die Kosten für den einzelnen Impfstoff sehr niedrig sein! Somit könnte jeder Ratte, auch diese, die keine Symptome zeigen, geholfen werden...
Leider findet sich kein Sponsor, der das Geld bereits stellen würden, und den Laboren, bzw. Forschungsinstituten fehlt das Interesse. Zudem ist nicht sicher, ob der Impfstoff überhaupt wirken würde, da das Bakterium sehr vielfältig sein kann!
Um uns zu unterstützen damit eine Impfung vor dieser grausamen Krankheit unsere Lieblinge schützen kann bitte ich alle die diese Seite lesen das folgende Schreiben an die Pharmaindustrien (unten angegeben) zu senden!

Sehr geehrte Damen und Herren,

 Ich wende mich heute an Sie, um Sie zu einer Neuentwicklung zu motivieren. Als langjährige/r Rattenhalter/in beobachte ich seit Langem die massive Zunahme von Infektionen mit Mykoplasmen in Rattenbeständen.
Auch meine eigenen Ratten sind betroffen.

Diese Erkrankung lässt sich durch optimierte Haltungsbedingungen, selektive Zucht, hervorragende Ernährung und rechtzeitige Antibiotikagabe zwar zurückdrängen, aber nicht bekämpfen.

 Wie Sie wissen, ist es aber möglich, einen Impfstoff gegen die Mykoplasmen der Ratte herzustellen. In der Schweinemedizin gibt es ja solche Impfmöglichkeiten seit Jahren!

 Meine diesbezügliche  Nachfrage bei meiner Tierärztin/ meinem Tierarzt ergab aber, dass leider in der Impfstoff herstellenden Industrie die Meinung herrscht, dass es für eine solche Impfung keine wirtschaftlich kalkulierbare Nachfrage gäbe. Dies entspricht nicht den Tatsachen!

 Sehr viele mir bekannte Rattenhalter und Rattenhalterinnen sind heute schon, genau wie auch ich selbst, bereit, teilweise hunderte Euro je Tier an Kosten für die Antibiotika, Paramunitätsinducer und andere die Immunität fördernde Medikamente zu bezahlen, um ihren Ratten eine gewisse Lebensqualität zu gewährleisten.

 Eine Impfung wäre also mehr als erwünscht! Und sie würde auch von uns Rattenhalter/innen bezahlt werden! Wenn es sie denn nur gäbe!

 Hiermit bitte ich Sie also, einen Impfstoff gegen die Mykoplasmose der Ratten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

 Ich erwarte ungeduldig Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Und hier die Mail - Adressen der Firmen, an die eine solche Mail geschickt werden könnte:

schweikg@ing.boehringer-ingelheim.com

BrueckM@fdah.com

ulrich.vonweidenbach@intervet.com

info@merial.de

uschulth@virbac.fr

 


 
  Es waren schon 63127 Besucher (172547 Hits) hier!