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  Rattenbabyentwicklung
 

 

Wichtig für werdende Rattenmütter ist, dass die Gitterstäbe des Käfigs einen Abstand von nicht mehr als 1 cm haben, sonst können die Kleinen, wenn sie mit Krabbeln anfangen, sich dort durchmogeln. Auch sollte der Käfig nach Möglichkeit noch vor der Geburt gereinigt werden, da man ihn die ersten Tage in Ruhe lassen sollte. Man sollte auch sehr vorsichtig sein, was das Hochheben der trächtigen Ratte angeht. Die kleinen Ungeborenen sind sehr empfindlich und können leicht verletzt werden.

Manche Rattenmütter bauen ihr Nest nach möglichkeit ganz oben im Käfig. Wenn es sich hierbei nicht um eine durchgehende Etage handelt, sollte das Nest bzw. die Etage gegen Abstürze gesichert werden, damit die Babys beim umherkrabbeln nicht runterfallen können. Viele Rattenmütter sind während der Saugzeit sehr agressiv und verteidigen ihr Nest mit beißen. Man sollte das Nest also nur dann kontrollieren, wenn die Mutter ihr Nest verlässt oder vom Halter in der Zwischenzeit zum Rudel zurückgesetzt wird. Den Kontakt zu Artgenossen sollte sie natürlich auch während der Aufzucht haben, zurücksetzen der Mutter zu ihren Babys nach der Kontrolle nicht vergessen!!!.
Achtung! Auch sonst total zahme Ratten können ihr Verhalten während sie Junge haben, ihrem Menschen gegenüber total verändern!
Die Mama braucht während der Trächtigkeit und auch während der Aufzucht, genau wie ihre Babys, etwas mehr Eiweiß (milder Käse, Babymilchbrei, Joghurt, Quark, Kolbenhirse usw.) als sonst. Nach ca. 3 Tagen kann man anfangen, die Babys an die Hand zu gewöhnen durch herrausnehmen, in der Hand halten, sprechen und streicheln, auch wenn sie noch blind sind. Zahme Ratten lassen sich wesentlich einfacher an die Hand gewöhnen und so werden sie schnell Menschenbezogen und Zahm.

 

21.Tragetag & Geburt

 

Wenn es Nachwuchs gibt, braucht der Halter eigentlich nichts weiter zu tun. Rattenmütter wissen normalerweise selbst, was sie zu tun haben.Man sollte nur vor der Geburt wachsam sein, falls die Jungen nicht auf Natürlichem wege zur Welt kommen können (Kaiserschnitt). Natürlich sollte der Wurf  ca nach 5-6std. nach der Geburt, am besten wenn die Rattenmama gerade ihren gewohnten Freilauf bekommt, nach Totgeburten, Verletzungen oder Missbildungen untersucht und ggf. entsprechend eingegriffen werden. Eine gute Möglichkeit ist, sich die Hände vorher in dem Nistmaterial abzureibenum den typischen Menschengeruch zu überdecken. die kleinen haben ca. ein gewicht von 5 - 7gramm

1.Tag

Rattenbabys werden nackt und blind geboren, die Ohren sind noch geschlossen und angelegt. Jedoch können die Kleinen schon riechen, und die Milchbäuche sind sehr gut zu erkennen, Sie sind Nesthocker.Es ist nur leicht einen Unterschied zu sehen obs später helle oder dunkle Fellfarbe oder Augen sind.

3.Tag

Am 3. Tag treten erste Babyfellspitzen und kleineTasthaare aus der Haut hervor und eine spätere Fellzeichnung bildet sich.

 

5.Tag

Ab dem 5. Lebenstag kann man die Jungen einige Minuten rausholen und in der Hand streicheln und durch flüstern an die menschliche Stimme gewöhnen. Wichtig ist, dass sie warm bleiben. Auch wenn die Ohren noch geschlossen sind, können sie etwas hören und den Menschlichen Geruch wahrnehmen. ab jetzt empfielt es sich die Kleinen 1 x täglich auf die Hand zu nehmen, am besten mit zwei Fingern am Brustkorb sanft anheben.

 

7.Tag

Die kleinen wagen erste Putzversuche, voll süß! Sie sind zwar noch sehr wacklig aber immerhin zu beobachten, Augen und Ohren sind noch geschlossen

8.Tag

Am 8. Tag fangen die Jungen an die ersten Krabbelversuche zu machen, da ist der Absturzschutz wichtig. Jetzt sind bei den Weibchen die Zitzen gut zu sehen und die spätere Farbe und Zeichnung sind deutlich kräftiger zu erkennen.

12.Tag

Heute öffnen sich die Ohren der Süßen und sie werden immer wuseliger. Ihre kleinen Schneidezähne brechen nun langsam durch.

 

14.Tage

Die Augen öffnen sich mit ca. 14 Tagen, es gibt auch spätzünder die etwas länger brauchen, dann fangen sie meist an, die ersten Krabbelversuche zu unternehmen.

 

16.Tage

Die Augen sind öffnen und die kleinen sehen langsam immer mehr nach Ratte aus und spielen mit ihren Geschwistern, somit lernen sie spätere wichtige Verhaltensweisen für die Gruppenhaltung und Sozialisierungsverhalten.Jetz setze ich ab und zu mal eine Tante mit hinein, die schonmal Kinder hatte und sich mit um die Kleinen kümmert.

 

21.Tag

Etwa mit der 3. Lebenswoche fangen die Babys an zusätzlich zur Muttermilch festes Futter aufzunehmen und krabbeln überall im Käfig rum, benötigen aber auf jeden Fall auch weiterhin Muttermilch.

 

22: Tag

 

Am 22. Tag sind sie schon fast völlig selbstständig und probieren sich an etwas fester Nahrung, werden aber von der Mutter bis zum 30. Tag noch gesäugt. Das Babyfell und Zeichnungen ist voll ausgebildet.

 

26.Tag

Die Rattenmutter beginnt nun ihre Babys langsam zu entwöhnen und die Kleinen tollen wie wild im Käfig rum, toben und streiten schon öfter lautstark miteinander.

 

30.Tag

In der 4. - 5. Woche lernen die Babys das wichtige Sozialverhalten von der Mutter, von daher nicht unnötig früh trennen!
Der richtige Zeitpunkt ist immer etwas schwierig zu beschreiben.Männchen sollten mindestens 4,5 Wochen alt sein, besser sind 5 Wochen. Die Hoden sollten komplett ausgebildet aus der Bauchhöhle herausgetreten sein. Die Weibchen können natürlich länger bei der Mutter bleiben.
Die Geschlechterbestimmung gestaltet sich oft etwas schwierig. Solange die Kleinen noch nackt sind, kann man meistens sehr gut die Zitzen der Weibchen erkennen. Eine weitere Möglichkeit ist der Abstand der Ausscheidungsöffnungen. After und Harnröhre liegen beim Männchen sehr viel weiter auseinander als beim Weibchen. Ein geschultes Auge erkennt diesen Unterschied schon wenige Tage nach der Geburt.
Wenn man die Jungen nach und nach miteinander vergleicht, kann man die Unterschiede doch recht schnell erkennen.

 

33.Tag

 

Ab jetzt können die kleinen Männchen geschlechtsreif werden und müssen bis spätestens zum 35. Tag von der Mutter getrennt werden damit es nicht zu erneuten Trächtigkeiten kommt, da sie zwischen Mutter, Schwestern und anderen weiblichen Ratten keinen Unterschied machen. Die Weibchen sollten mindestens 6 Wochen bei der Mutter bleiben. Gerade die 4.Woche ist prägend für das Sozialverhalten das der Nachwuchs dann von der Mutter lernt. Deshalb nicht unnötig früh trennen.

 

37.Tag

Im Alter von ca. 5 - 6 Wochen sind die Babys abgabebereit. Nach der Geschlechtertrennung bilden sich unter dem Nachwuchs freundschaftliche Gruppen, 2 oder 3 Junge sind oft und gern zusammen, diese sollten auch bei einer Vermittlung zusammen bleiben können. Wachsen tun die Kleinen bis zum 5.ten Lebensmonat.


Abgeben werden die Tiere erst mit ca. 6 Wochen, bis dahin brauchen die kleinen Ratten noch Kontakt zu ihren Eltern um von das wichtige Sozialverhalten zu lernen. Ich setze die kleinen Böckchen im Jungsrudel der Erwachsenen, Mädels mit 2 oder mehr Tanten im Mutterkäfig. Bei der Kurzlebigkeit dieser süßen Ratten ist eine Abgabe von 3er Gruppen sinnvoll, weil leider zu schnell 1 Rättchen nicht mehr lebt, und diese liebevollen Tiere nicht ohne mindestens einen gleichgeschlechtlichen Partner längere Zeit leben können.

 
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